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Du hast dich gar nicht verändert...
3. Treffen von ehemaligen leitenden Mitarbeitern der Steigenberger Hotels AG
Das Echo auf das dritte Treffen von ehemaligen leitenden Mitarbeitern der Steigenberger Hotels AG ins Hotel Jagdschloss Kranichstein in Darmstadt war enorm. Bernd O. Ludwig, Gastgeber und Geschäftsführender Gesellschafter des Hauses, hatte geladen und viele, viele kamen. Keinem der ehemaligen Hotel- und Hauptverwaltungsdirektoren war der Weg zu weit – aus Spanien, der Schweiz und aus vielen deutschen Städten waren sie angereist. Die Wiedersehensfreude war groß und kam einem Familientreffen gleich. Erinnerungen an die Direktorentagungen von einst wurden wach wie damals unter Egon Steigenberger.
Man traf sich bei schönstem Wetter im Rosengärtchen, wechselte von Tisch zu Tisch, immer mit der Frage auf den Lippen: „Wie geht es Dir? Du hast Dich überhaupt nicht verändert!“ Schön, so etwas zu hören, wohl wissend, dass sich inzwischen ein paar Fältchen und Wehwehchen mehr eingestellt haben. Und jetzt im Ruhestand – oder ist es doch eher der Unruhestand? – viel Zeit zu haben. Was ist Zeit? Man ist auf Reisen, kommt nach Hause, plant die nächste und packt schon wieder die Koffer, besucht Enkelkinder, Freunde und Verwandte, ist dauernd unterwegs. Oder aber man kann sich immer noch nicht von seiner einstigen Tätigkeit trennen, berät hier und dort und gibt Wissenswertes aus seinem reichen Erfahrungsschatz weiter.
Vom Mittagessen ging es nahtlos in die English Teatime über, weitere Kolleginnen und Kollegen trafen ein, herzliche Begrüßungen wiederholten sich zichmal. Und schließlich wurde es ein bisschen offiziell. Nach dem Champagner-Empfang natürlich mit der Steigenberger Hausmarke Henriot unter stimmungsvollem Abendhimmel im Parforcehof des Hotel Jagdschloss Kranichstein ging es locker über auf den Marktplatz. Dort holte alle die Vergangenheit ein. Stände über Stände, benannt nach den Kurznamen einiger Steigenberger Hotels wie FH 01, AX 11, EH 06 weckten Erinnerungen an längst vergangene Zeiten.
Wehmut kam auf beim Anblick von den Ständen der Häuser AX und EH. Ein Trauerflor machte es deutlich. Die HA-Gastronomie präsentierte sich mit Käse von Androuët wie in der Ära von Guy Bonnefoit. Dazu gab es feinste Weine, die damals nur die Frankhof-Kellerei hatte: Chapoutier, Drouhin und Léon Beyer – wer kennt sie nicht? Am Stand von Scheveningen wurden frische Matjes offeriert. Auch der einzige Exot – das Steigenberger Cariblue Hotel auf der Karibik-Insel St. Lucia - durfte nicht fehlen. CB 21 empfahl sich mit Köstlichkeiten vom Barbecue und natürlich Steel-Band-Musik. Eine Sitzordnung war nicht angesagt, bewusst, damit man sich ungezwungen dort platzieren konnte, wo man sich etwas zu erzählen hatte. Es ging kein Englein durch den Saal, der Geräuschpegel stieg zunehmend. Um 24.00 Uhr wurde es „frankforterisch“ bei Frankfurter Würstchen, war doch FH 01 der letzte „Regierungssitz“ des Gastgebers. Es war lange nach Mitternacht, als der harte Kern auseinander ging – auch wie zu alten Zeiten.
Am nächsten Morgen sah die Gesellschaft unter kompetenter Führung hinter die Kulissen des Frankfurter Flughafens und war zum Abschluss Gast im Steigenberger Airporthotel. Von allen wurde der Wunsch geäußert, sich bald wiederzusehen. Nicht erst in drei Jahren, vielleicht klappt es ja schon in zwei ...
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